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AktuellesEnergiepässe gibt es seit 2008: zwei unterschiedliche Pässe, teilweise Wahlrecht. Die drei Ministerien (Bauen, Umwelt, Wirtschaft) haben sich in der vergangenen Woche auf einen Kompromiss für die Einführung der Gebäude-Energiepässe geeinigt. Der Pass ist seit dem 01.01.2008 Pflicht bei allen Verkäufen sowie Neuvermietungen. Bei Gebäuden, die nach 1978 errichtet worden sind, besteht ein generelles Wahlrecht zwischen dem verbrauchs- und dem bedarfsorientierten Energieausweis. Das Wahlrecht gilt unabhängig von der Anzahl der Wohnungen in einem Gebäude. Bei Gebäuden, die vor 1978 errichtet wurden, gilt das Wahlrecht ebenfalls für Gebäude mit mehr als 5 Wohneinheiten. Bei Gebäuden mit 4 und weniger Wohnungen ist der bedarfsorientierte - und teurere - Energieausweis Pflicht. Für ein Gebäude mit weniger als 5 Wohneinheiten, das vor 1978 gebaut, aber nach 1978 grundsaniert worden ist, besteht ebenfalls Wahlrecht zwischen den beiden Versionen des Energieausweises. Beide Pässe sollen jeweils zehn Jahre gültig sein. Bei beiden Versionen des Energieausweises muss der Aussteller Handlungsempfehlungen für die Verbesserung der Energiebilanz des Gebäudes geben. Wenn Fördermittel nach dem CO2-Sanierungsprogramm der KfW in Anspruch genommen werden oder worden sind, muss immer ein bedarfsorientierter Energiepass erstellt werden. Immerhin werden ca. 1,4 Mrd. Euro jährlich über dieses Programm in die Gebäudesanierung investiert. Das Ministerium geht von einem Preis von 40,- bis 60,- Euro für den verbrauchsorientierten und von 80,- bis 120,- Euro für den bedarfsorientierten Energieausweis aus. Es werden bundesweit etwa 150.000 ausstellungsberechtige Personen angestrebt. Unsicher ist noch, wer bedarfsorientierte Pässe ausstellen darf: dürfen dies nur Architekten, Bauingenieure etc., die eine entsprechende Weiterbildung besucht haben oder auch Immobilienmakler und -verwalter nach einer entsprechenden Qualifizierung. Der IVD versucht, über die einzelnen Länderministerien im Bundesrat, dieses Gremium dazu zu bringen, den Kreis der Aussteller auch um diese Zielgruppe zu erweitern. |
